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		<title>Wulffs letzter Streich</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 23:31:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ramoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Nachtrag zu Wulffs Zapfenstreich habe ich mir heute nochmal Gedanken zu den Ereignissen der letzten Monate gemacht, bin von dort aus gedanklich unmittelbar in eine Betrachtung der letzten Jahre geschliddert und fand mich unvermittelt in einer polit-philosophischen Betrachtung der politischen deutschen Nachkriegsgeschichte wieder, die mein Bild von Wulff grundliegend verändert hat&#8230; Was fällt auf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Nachtrag zu Wulffs Zapfenstreich habe ich mir heute nochmal Gedanken zu den Ereignissen der letzten Monate gemacht, bin von dort aus gedanklich unmittelbar in eine Betrachtung der letzten Jahre geschliddert und fand mich unvermittelt in einer polit-philosophischen Betrachtung der politischen deutschen Nachkriegsgeschichte wieder, die mein Bild von Wulff grundliegend verändert hat&#8230;</p>
<p><span id="more-706"></span></p>
<p>Was fällt auf, wenn wir Wulff betrachten?</p>
<p>Zuerst einmal, dass &#8211; auch wenn Wulff parteipolitisch der CDU zuzurechnen ist &#8211; Wulffs persönliches verhalten doch sehr reinrassig liberal ist. Wulff nahm sich die Freiheit, zu nehmen, was er kriegen konnte &#8211; ob dies nun kostenlose &#8220;Upgrades&#8221; auf Kappe seiner &#8220;Freunde&#8221; waren, der, von ihm selbst ehemals mehr oder minder scharf kritisierte Ehrensold samt seiner Anhängsel, oder das vierte Lied beim Zapfenstreich.</p>
<p>Aus Wulffs Verhalten spricht in vielen Aspekten ein Egoismus, der fast schon an Soziopathie grenzt. Speziell sein scheinbar vollkommen fehlendes Unrechtsbewusstsein in den diskutierten Dingen, verstärkt diesen Eindruck noch in frappierender Weise.</p>
<p>Woher aber kommt nun dieses Verhalten und wie erklärt es sich? </p>
<p>Die naive Selbstverständlichkeit, mit der Wulff auf der Korrektheit seines Verhaltens beruht, deutet tatsächlich auf einen Realitätsverlust bei Wulff hin.</p>
<p>Aber kann man das Wirklich so nennen?</p>
<p>Oder ist es nicht vielleicht viel mehr so, daß Wulffs Realität einfach eine andere ist, als die des Volkes? Wulff scheint jedenfalls aufrichtig verwirrt ob der Kritik und die geradezu selbstzerstörerische Vehemenz seines Beharrens auf seiner scheinbar verqueren Weltsicht scheint nicht von persönlicher Falschheit geprägt zu sein.</p>
<p>Was also ist da faul?</p>
<p>Ich versuche mich an einer &#8211; womöglich sehr konstruierten &#8211; Erklärung.</p>
<p>Tatsache scheint, daß die Verquickung von Staat und Wirtschaft, das Wechselspiel von Gefallen und Gegenleistung, in der deutschen Nachkriegspolitik beständig gewachsen ist. Gleichzeitig ist der Idealismus, die klare Linie der Politik, wie sie unmittelbar nach dem Krieg und bis in die 80er Jahre hinein zu sehen war, in den letzten 20 Jahren deutlich aufgeweicht&#8230; </p>
<p>Es scheint, dass alle politischen Lager sich in einer stark liberal geprägten Mitte treffen&#8230; Das ist es auch, was die FDP mehr oder minder überflüssig macht, wenn nämlich alle politischen Lager mit dem Fähnchen des Liberalismus winken, gleichzeitig aber noch zusätzliches Rahmenprogramm, zusätzliche Anreize bieten, wer braucht dann eine auf Liberalismus limitierte Partei?</p>
<p>Aber das ist eine andere Frage&#8230; Also zurück zum Thema.</p>
<p>Wulff gehört, wie ich es sehe, zur ersten Generation &#8220;echter&#8221; Nachkriegspolitiker. Warum? Nunja&#8230;</p>
<p>Unmittelbar nach dem Krieg wurde die Politik von Männern geprägt, die das Reich und den Krieg erlebt und überstanden haben &#8211; auf die eine oder andere Weise. </p>
<p>Diese Männer sind mit hohem moralischem Anspruch angetreten, eine Nation aus ihren eigenen Trümmern auferstehen zu lassen. Idealismus war da nicht nur angemessen, sondern Pflicht, es galt, ein neues Selbstverständnis zu begründen und so war der Anspruch bestellt, Aufopferung für das Wohl des Landes nötig und politisches Profil.</p>
<p>Dazu kam der ethisch-moralische Anspruch dieser Männer, die selbst erleben mussten, wozu sich ein System missbrauchen lässt. Ich glaube, dass hier, in Adenauer und Co, tatsächliche Integrität gepaart mit echtem politischem Profil mehr oder minder weit verbeitet war, in jedem Fall mehr als Heute.</p>
<p>Mit Wirtschaftswunder, 68ern &#038; Co trat dann eine neue Generation Politiker an, von denen heute einige auch noch präsent sind. Diese Männer hatten den ganz direkten Bezug nicht mehr, es begannen die Verquickungen, Vorteilsnahme, Lobbyarbeit etc. intensiver zu werden.</p>
<p>Den Anspruch an Integrität, wie von den Altvorderen vorgelebt, kannten diese Männer aber noch aus erster Hand. Ein natürliches Schamgefühl und ein Bewusstsein, dass die eingeschlagene Richtung im Sinne einer Regierung von dem und für das Volk nicht Richtig ist, sorgten dafür, dass die unlauteren Machenschaften gut verborgen und hinter vorgehaltener Hand stattfanden.</p>
<p>Heute steht eine neue Generation parat, Wulff, Guttenberg, Köhler/Schröder und Co. Junge Politiker, die aber auch schon längere Jahre im Umfeld jener Verbringen, die sich wie selbstverständlich &#8211; zwar vor dem Volk verborgen, für ihre jungen Kollegen aber deutlich sichtbar und eben selbstverständlich &#8211; im Umfeld der Wirtschaft bewegen und von eben diesem umschwänzeln lassen.</p>
<p>Die Jungen machen da natürlich mit, geniessen den Einfluss und die scheinbare persönliche Attraktivität und erlernen dabei die nächste Stufe der Unverfrorenheit, da sie nur noch aus zweiter oder gar dritter Hand die Gerüchte über das einstmalige Integritätsgebot kennen. Für sie gehört all das, was die Älteren noch hinter dicken Türen und im Stillschweigen praktizierten, zum politischen Alltag wie Essen und Trinken. Es ist Normalität. </p>
<p>Ein Gefühl für Scham für diese Art von Verhalten wird ihnen nie beigebracht&#8230; Daher praktizieren sie diese Dinge eben offener als andere&#8230; Im Glauben, dass es sowieso allen bekannt und allgemein akzeptiert ist&#8230;</p>
<p>Das schlimme ist, dass sie genau dadurch tatsächlich eine Art Akzeptanz &#8211; die eher in Resignation der Bevölkerung besteht &#8211; generieren.</p>
<p>Wenn sie dann &#8220;erwischt&#8221; werden, ist es diesen Menschen wohl wirklich völlig unklar, warum das, was ihnen von ihren politischen Vorbildern und Ziehvätern vorgelebt wird, so unrecht sein soll, ist es doch ihr erlerntes Lebensschema&#8230;</p>
<p>Das Problem aber ist tatsächlich nicht Wulff, sondern eben die Politik, in der das Halbseidene langsam, Generation für Generation, immer mehr zur offen gelebten Normalität wird&#8230;. Nicht aus Absicht oder bösem Willen, sondern aus der stetig schrumpfenden Möglichkeit, es überhaupt anders zu erlernen oder zu erleben&#8230; des stetig abstumpfenden Schamgefühls, das sich bei regelmäßiger Betätigung im besagten Milieu ganz von allein einstellt&#8230;</p>
<p>Ich würde nicht sagen, dass deswegen jetzt der Fokus von Wulff weg muss &#8211; auch wenn ich mit ihm Mitleid habe, so wie ich es mit einem Blinden hätte, der die Mona Lisa aus der Ferne beurteilen soll. Eine jetzige Schonung Wulffs wäre definitiv das falsche Signal.</p>
<p>Es sollte hier ein Exempel statuiert werden, nicht Wulffs wegen, sondern um der politischen Klasse zu demonstrieren, dass alte Grundwerte eben doch noch präsent sind. Gleichzeitig aber sollte der Fokus nun auch erweitert werden&#8230; Wulff kann doch nur die Spitze des Eisbergs sein, oder?</p>
<p>Wie gesagt, Wulff als Person tut mir leid, ist er doch Symptom einer politischen Klasse, in der der Nachwuchs die nötigen Werkzeuge garnicht mehr bekommt, um Gut von Falsch zu unterscheiden&#8230; Doch an irgendeinem Ansatzpunkt muss man die Kritik am System auch mal fest machen&#8230; </p>
<p>Im Moment scheint Wulff ein geeigneter Ansatzpunkt zu sein, weil er durch sein ehemaliges Amt nunmal obige Symptome genau mit dem Amt in Verbindung gebracht hat, wo diese am allerwenigsten auftauchen sollten&#8230;.</p>
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		<title>Gedankenschnipsel Systemwechsel&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 20:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ramoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Post hier ist ein Potpourri von Kommentaren aus einer g+ Diskussion&#8230; Würde mich freuen, wenn hieraus eine rege Diskussion erwächst&#8230; hier oder auf g+&#8230; Die Eliten &#8211; ob nun wirtschaftlich, politisch oder in den Medien &#8211; wissen, daß ein selber denkendes Volk per se Gefahr darstellt. Also wird das Volk in die Verdummung getrieben&#8230; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="1330460055476.jpg" class="alignleft" alt="image" src="http://www.ramoth.de/wp-content/uploads/2012/02/wpid-1330460055476.jpg" /></p>
<p>Der Post hier ist ein Potpourri von Kommentaren aus einer g+ Diskussion&#8230; Würde mich freuen, wenn hieraus eine rege Diskussion erwächst&#8230; hier oder auf g+&#8230;</p>
<p>Die Eliten &#8211; ob nun wirtschaftlich, politisch oder in den Medien &#8211; wissen, daß ein selber denkendes Volk per se Gefahr darstellt. Also wird das Volk in die Verdummung getrieben&#8230; Worthülsen, Lügen, Falschinformationen oder Zurückhalten von Informationen sind die Werkzeuge, das Volk dumm zu halten.</p>
<p><span id="more-702"></span></p>
<p>Alternative, meinen viele, wäre eine reine Basisdemokratie, oder Direktdemokratie. Wir haben in Deutschland eine repräsentative Demokratie, ein System, das ab einer bestimmten Gruppengröße deutlich besser funktioniert, als eine Direktdemokratie &#8211; wenn auch aktuelle Möglichkeiten gerne anderes vermuten lassen und die technischen Mittel da wären, dürfte es sozial schwierig werden, eine Direktdemokratie bei 80 Mio Bürgern zu leben.<br />
Problem ist aber, daß in der Breite der Bevölkerung heute die Basisqualifikationen fehlen, um sinnhaft eine Repräsentativdemokratie zu gestalten.. Damit wird das Thema Demokratie hier bald obsolet, weil sie sich in eine Dummokratie verwandelt, die dem Missbrauch Tür und Tor öffnet&#8230;</p>
<p>Evtl. wäre das Volk in einer Direktdemokratie auf Grund der Mangelnden Werkzeuge was Verstehen und Verständnis angeht extrem Anfällig für Propaganda und Meinungsmache&#8230; Die Mechanismen sind vielschichtig und das Rezept oft nicht so simpel, wie wir es gerne hätten&#8230; </p>
<p>Ohne Aufklärung, bliebe das Problem das gleiche, nur schlimmer, da die Richtungen sehr viel schneller oszillieren könnten, alles wohlgemerkt Konjunktiv&#8230; Aber darüber kann man hunderte und tausenden von Seiten mit Abhandlungen füllen, ohne zu einem Ergebnis zu kommen&#8230; </p>
<p>Abgesehen davon, wer sollte das Volk denn &#8211; frei von persönlichen, wirtschaftlichen oder politischen Interessen &#8211; &#8220;aufklären&#8221;? </p>
<p>Wer legt fest, welches Mögliche Konsequenzbild man zeichnet? Was ACTA angeht würde die Gema sicher ein ganz anderes Bild zeichnen, als der CCC&#8230; </p>
<p>Das Volk kann nur verschiedene, je nach couleur des Statementgebers verschiedene, aber allesamt aus dem jeweiligen Blickwinkel schlüssige, Behauptungen anhören&#8230; </p>
<p>Das hat mit Aufklärung dann nichts zu tun&#8230; </p>
<p>Wer also legt fest, welches Szenario am Ende maßgeblich sein soll? Der mit dem größten Werbeetat? Der mit dem geschicktesten PR-Team? Wahrscheinlich genau die&#8230;</p>
<p>Welche Wege stehen uns also offen?</p>
<p>Imho würde echte, regierungslose Basisdemokratie ins Chaos führen&#8230; Immer da, wo Entscheidungen nicht schwarz/weiß, sondern in Grauzonen verlaufen, wären Mehrheiten extrem schwer herzustellen und Medien müssten zensiert werden, um nicht manipulativ wirksam sein zu können und eigene Interessen medial durchzuboxen&#8230; </p>
<p>Die Alternative ist, einem gewählten, kompetenten Gremium &#8211; das es erstmal zu finden gilt &#8211; nach jetzigem Schema für einen gewissen Zeitraum das Ruder zu überlassen&#8230; </p>
<p>Also Machtbündelung auf einige wenige, auf die sich dann die Manipulatoren gezielt und spezialisiert stürzen können und dabei wahrscheinlich Erfolg haben, wie die Erfahrung zeigt&#8230; </p>
<p>Ganz abgesehen von Eigeninteressen solcher Machthaber, die dem Gemeinwohl entgegenstehen&#8230; </p>
<p>Ein wohlwollender König fällt wohl eher ins Kitschklischee, einen Diktator will keiner, und der Sozialismus hat ebenso wie der Kommunismus zur genüge gezeigt, daß er nur unter Freiheitsentzug funktioniert&#8230; </p>
<p>Anarchie könnte nur in einer Gruppe moralisch/ethisch einwandfreier Menschen funktionieren in denen keiner auch nur die Idee entwickelt, seine körperliche oder intellektuelle oder skrupelllose Überlegenheit gegenüber anderen zum eigenen Vorteil ausnutzt&#8230; Eher unwahrscheinlich und evtl. der erste Schritt in die Diktatur, wenn sich einer aufschwingen kann&#8230; </p>
<p>Was gibts noch für Ansätze&#8230; Ich glaube, das meiste hab ich&#8230; und bei näherer Betrachtung ist alles ernüchternd&#8230;</p>
<p>Nein, der Schlüssel liegt weniger im System als in der Aufklärung&#8230; </p>
<p>Ein aufgeklärtes Volk kann aus fast jedem System etwas machen&#8230; </p>
<p>Aber wie gesagt, ein aufgeklärtes Volk ist gefährlich für die Eliten, und es wird alles getan, um das zu verhindern, ist zumindest mein Eindruck&#8230;</p>
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		<title>In Schönschrift</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 21:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ramoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stil & Co]]></category>

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		<description><![CDATA[Womit schreibst Du? Zugegebenermaßen&#8230; auch ich schreibe, wie wohl die meisten, heutezutage im überwiegenden Anteil der Fälle schnöde, technokratisch, mit der Tastatur&#8230; oft sinnentleert, rotierend, oftmals öfter auf der Löschen-Taste als tatsächlich am Schreiben&#8230; da wird windig schnell getippt, dann kurz gelesen, dann erst gründlich &#8211; oder weniger gründlich &#8211; nachgedacht, dann gelöscht, im Geiste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="1330378422762.jpg" class="alignright" alt="image" src="http://www.ramoth.de/wp-content/uploads/2012/02/wpid-1330378422762.jpg" /> </p>
<p>Womit schreibst Du?</p>
<p>Zugegebenermaßen&#8230; auch ich schreibe, wie wohl die meisten, heutezutage im überwiegenden Anteil der Fälle schnöde, technokratisch, mit der Tastatur&#8230; oft sinnentleert, rotierend, oftmals öfter auf der Löschen-Taste als tatsächlich am Schreiben&#8230; da wird windig schnell getippt, dann kurz gelesen, dann erst gründlich &#8211; oder weniger gründlich &#8211; nachgedacht, dann gelöscht, im Geiste (so denn noch Geist vorhanden) umformuliert, mit Worten jongliert&#8230; es wird neu begonnen zu tippen und am Ende beginnt das Spiel von vorn&#8230;<br />
<span id="more-88"></span></p>
<p>Auch bei dem, was ich hier überflüssigerweise an Ergüssen ins Netz tippe, sieht das Procedere höchst ähnlich aus&#8230; ich tippe, lese am Ende drüber, formuliere neu und/oder um, glätte Formulierungen, füge phantasievolle Adjektive ein&#8230;. was auch immer mir noch in den Sinn kommt&#8230; das getippte Wort ist angenehmerweise editierbar, doch genau das wir ihm auch zum fatalen Verhängnis, ist es doch veränderlich, unverbindlich, nicht zuverlässig&#8230;</p>
<p>Wie haben wir das eigentlich damals gemacht? Zu Schulzeiten, so hatte ich mich vor einiger Zeit erinnert, da schrieben wir richtig mit den eigenen Händen&#8230; Kugelschreiber waren verpönt, der Füllfederhalter, oder kurzdeutsch Füller, war in der Schule Pflicht. Löschen? Unmöglich! Geschrieben war geschrieben.</p>
<p>Genau deshalb wird der Füller wohl auch just nach der Schule von den meisten in eine Schublade verbannt, verdrängt, vergessen. Zu sehr weckt er die Erinnerung an die ach so kurz zurückliegende und ach so fürchterliche Zeit des Schulbank Drückens, der grausamen Schreibübungen, nervenzehrenden Aufsätze und vernichtenden Tests und Klassenarbeiten.</p>
<p>Nun, mittlerweile kann ich wohl sagen, bin ich mehr als einige Jahre von meiner langsam in der Vergangenheit verblassenden Schulzeit entfernt und bin vor einiger Zeit durch einen Zufall für recht kleines Geld eines recht wertigen Füllfederhalters habhaft geworden, den ich mittlerweile doch tatsächlich fast täglich nutze&#8230; und für eben jenes edle Schreibgerät möchte ich heute eine Lanze brechen.</p>
<p>Das Schreiben mit dem Füller hat doch, verglichen mit dem Kugelschreiber oder der Tastatur, einfach noch immer so etwas wie Kultur. Es hat einfach etwas erhabenes, auf einem Meeting oder einer Tagung eben nicht mit einem schnöden Kuli auf einem losen Notizblatt herumzukritzeln, sondern mit einem eleganten Füller in einem ordentlichen, vielleicht sogar ledergebundenen Notizblock seine Notizen zu machen.</p>
<p>Die Krönung aber ist es, mit einem guten, tintenbefüllten Füllfederhalter von gutem Schreibverhalten (da gibt es Unterschiede) auf hochwertigem Schreibpapier einen persönlichen Brief zu schreiben&#8230; die Feder gleitet nahezu ohne Druck über das Papier, die Tinte fließt einfach und versetzt auch das Schreiben selbst in einen Fluss. Die Handschrift ist automatisch ordentlicher als mit jedem Kugelschreiber, die eigene Schrift gibt dem Brief Charakter auch über das inhaltliche hinaus, eine Freude sowohl für den Schreibenden als auch für den Empfänger. Und auch ein Zeichen, dass das Schreiben noch immer eine kulturelle Errungenschaft unserer Gesellschaft ist.</p>
<p>Versuchts einfach mal wieder&#8230; geht doch mal in ein Schreibwarengeschäft, lasst Euch einen schönen Füller (nicht so einen Schulfüller für 12,95, gönnt Euch ruhig mal was <img src='http://www.ramoth.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  ) zeigen und macht eine Probefahrt über ein Blatt Papier&#8230; Ihr werdet sehen&#8230; es macht süchtig&#8230;</p>
<p>Ach ja&#8230; last but not least&#8230; eine mit der Feder und Tinte geschriebene Unterschrift wirkt doch ganz anders, als eine aus dem Kugelschreiber gerollte&#8230; probierts mal aus&#8230;</p>
<p>lg</p>
<p>Marc</p>
<p>Update 2012: Das Schmuckstück auf dem Bild ist mir kürzlich zugeflogen. Ein Parker Duofold älteren Baujahrs des Formats International mit Platinveredelter M-Goldfeder, sehr klassisch und tatsächlich auch in Sachen Schreibkomfort nochmal ein Quentchen mehr als mein bisheriger Rotring&#8230;</p>
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		<title>Kostenloses Email-Backup!</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 00:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ramoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einfach krank]]></category>

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		<description><![CDATA[BKA stellt kostenloses Email-Backup zu Verfügung. Einfach Autosignatur mit &#8220;Bombe, Plutonium, Anschlag, Bundestag, Flugzeugentführung, ich hasse Kinderpornos&#8221; etc. an jede Email anhängen und im Falle eines Email-Servercrashes oder Datenverlusts beim BKA das Recht auf informationelle Selbstbestimmung geltend machen und sein Backup einfordern&#8230; Interessant wäre es, das tatsächlich mal flächendeckend nach 1-2 Wochen mit so einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>BKA stellt kostenloses Email-Backup zu Verfügung.</p>
<p>Einfach Autosignatur mit &#8220;Bombe, Plutonium, Anschlag, Bundestag, Flugzeugentführung, ich hasse Kinderpornos&#8221; etc. an jede Email anhängen und im Falle eines Email-Servercrashes oder Datenverlusts beim BKA das Recht auf informationelle Selbstbestimmung geltend machen und sein Backup einfordern&#8230;</p>
<p>Interessant wäre es, das tatsächlich mal flächendeckend nach 1-2 Wochen mit so einer Signatur in zigtausend Emails in einer abgestimmten Aktion zu versuchen&#8230; Welcome to Totalüberwachung&#8230; Es ist einfach zuuuu leicht&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gauck&#8230; Eine Art Relativierung&#8230;?</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 21:57:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ramoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon erstaunlich, mit welch hahnebüchenen Argumenten die Linke in den üblichen Talksendungen gegen Gauck zu Felde zieht&#8230; Es gäbe ja nun wirklich Argumente, die funktionieren würden, stattdessen hört man zu Hauf Gestammel, welches bei fundierten Nachfragen verstummt, weil sich die abstrakt geführten Vorwurfsreden nicht aufrecht halten lassen. Hinzu kommen Beobachtungen, die noch wager [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon erstaunlich, mit welch hahnebüchenen Argumenten die Linke in den üblichen Talksendungen gegen Gauck zu Felde zieht&#8230; </p>
<p><span id="more-693"></span></p>
<p>Es gäbe ja nun wirklich Argumente, die funktionieren würden, stattdessen hört man zu Hauf Gestammel, welches bei fundierten Nachfragen verstummt, weil sich die abstrakt geführten Vorwurfsreden nicht aufrecht halten lassen. Hinzu kommen Beobachtungen, die noch wager sind, als die bedeutungsamputierten Fragmentschnippsel von Pseudozitaten, die in den letzten Tagen durchs Netz geistern&#8230;</p>
<p>Daß ein Jürgen Trittin nun Gauck quasi für seine Pro-Atomkraft-Haltung &#8220;lobt&#8221; mutet auch seltsam an&#8230; Wobei ich positiv hervorheben möchte, daß dabei natürlich das Hochhalten der demokratischen Diskussionsfreiheit im Vordergrund steht&#8230;</p>
<p>Das alles ist sehr widersprüchlich irgendwie&#8230;. und ich brauche wohl nicht zu sagen, daß ich insbesondere vor der Art, wie die Aufstellung von Gauck zu Stande kam, aber auch vor meinem persönlichen Verständnis dessen, was Gauck über Freiheit unter mehr oder weniger explizitem Ausschluß von Solidarität und Sozialer Gerechtigkeit sagt, ihn nicht für den optimalen Kandidaten halte&#8230;</p>
<p>Andererseits möchte ich natürlich eingestehen, daß das Amt sich sicher auch auf Gauck auswirken kann. Es ist nunmal was anderes, komfortabel von &#8220;Außerhalb&#8221; seine Meinung zu vertreten, als es das als Staatsoberhaupt ist&#8230; Vielleicht werden wir Zweifler da alle noch überrascht. Es bleibt aber im Grundsatz dabei, daß ich nach den Überraschungen, die uns die letzten zwei Bundespräsidenten bekanntermaßen beschert haben, auf weitere Potentiale für Uberraschungen für den Moment gern verzichten würde&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mehr Gedanken zu Gauck&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 23:28:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ramoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch das hier ist entstanden als Kommentar in g+, aber wo ich schonmal wieder so viel getippselt habe, verwurste ich es auch hier&#8230;. Vor zwei Jahren war Gauck für die meisten noch ein völlig unbeschriebenes Blatt, man kannte den Namen, aber doch vor allem im Zusammenhang mit &#8220;-Behörde&#8221;, kaum aber die Person dahinter. In den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch das hier ist entstanden als Kommentar in g+, aber wo ich schonmal wieder so viel getippselt habe, verwurste ich es auch hier&#8230;.</p>
<p>Vor zwei Jahren war Gauck für die meisten noch ein völlig unbeschriebenes Blatt, man kannte den Namen, aber doch vor allem im Zusammenhang mit &#8220;-Behörde&#8221;, kaum aber die Person dahinter.</p>
<p><span id="more-691"></span></p>
<p>In den letzten zwei Jahren hat sich das gewandelt, Gauck ist mit einem gewissen Ruhm und dem Pathos des &#8220;Präsidenten der Herzen&#8221; aus der Wahlniederlage heraus in die Welt marschiert, wurde fröhlich in Talksendungen herumgereicht, auf Podien besetzt etc. pp.</p>
<p>Zwei Jahre, die es ihm erlaubten, sich vor großer Rezeptorengruppe zu den verschiedensten Themen und Sachverhalten zu äußern, zwei Jahre, die den Rezeptoren die Bildung einer Meinung erlaubten.</p>
<p>Dabei hat Gauck einige Äußerungen getätigt, die zumindest mal die negative Interpretation nahelegen, dabei will ich auf das doch eher unsägliche Bashing der Sarrazin-Mut-Äußerung und ähnlichen Unsinn garnicht eingehen.</p>
<p>Es bleibt aber ein Bild eines Menschen, der sich eindeutig neoliberale Inhalte zu Eigen macht &#8211; was in meinen Augen so garnicht zum christlich-westlichen Weltbild passen will &#8211; und der die aktuellen Proteste in der Welt vor den eigenen &#8211; subjektiv wahrgenommenen &#8211; Erlebnissen der Vergangenheit, väterlich lächelnd für lächerlich verklärt und haltlos erklärt. </p>
<p>Jemand, der die Online-Überwachung rechtfertigt mit der Erklärung, daß es in der DDR noch ganz anders zuging. Ein Mensch, der sich in meinen Augen, je nachdem, wie es gerade passt, in eine Rückwärts gerichtete Vergangenheitssicht flüchtet und damit ein Einfühlungsvermögen oder auch nur eine differenzierte Sicht für die Wahrnehmung eines großen Teils der Bevölkerung, die er dann bald vertreten soll, aus seiner persönlichen Realität ausblendet.</p>
<p>Dieses Muster findet sich wiederkehrend in seinen Äußerungen, Herr Gauck ist sehr, sehr gut, wenn es darum geht, sich differenziert mit vergangenem auseinanderzusetzen, im aktuellen Zeitgeschehen aber sehe ich persönlich da Defizite.</p>
<p>Hinzu kommt, daß Gauck sich, wie oben schon angeschnitten, in politischer Weltsicht und Haltung scheinbar völlig unkontrolliert bei den verschiedensten politischen und ethisch/philosophischen Richtungen bedient und sich daraus ein teils sehr widersprüchliches Weltbild zusammenstrickt, bei dem allerdings jeder in einigen Teilbereichen eine Kongruenz findet.</p>
<p>Da mischt sich neoliberale Wirtschaftfreundlichkeit mit quasi-sozialistischem Anspruchsdenken, Christkonservative Ethikvorstellung mit Patchwork-Familie (was ich keineswegs abwerten will), die eigene Bürgerrechtler-Vergangenheit mit seinen Äußerungen zur heutigen Kapitalismuskritik und sein ehemaliges Leben in einem Überwachungsstaat mit Äußerungen pro vds&#8230; </p>
<p>Sorry, aber das ist für mich strukturlos und undurchsichtig, in Englisch würde ich sagen &#8220;mindbending&#8221;&#8230; Durch dieses Verhalten entsteht sicherlich die Illusion breiter Deckungsgleichheit, wenn diese aber jeweils für jeden nur einen (kleinstmöglichen) Bruchteil der eigenen Ansicht abdeckt, stellt sich diese scheinbare Deckungsgleichheit in der Breite schnell als Illusion heraus&#8230;</p>
<p>Die direkte Folge daraus: Eine heftig gespaltene Gesellschaft. Und das schon jetzt, wo er gerade mal nominiert ist&#8230; Das schlägt sich hier im social network (mehr oder minder Niveauvoll und sachgerecht) ebenso wie in den Medien und im täglichen Gespräch am Arbeitsplatz nieder&#8230;</p>
<p>Hinzu kommt der unsägliche FDP-Bruder-(oder Schwester-)Mord, der den Koalitionspartner gegen seinen Willen zur Zustimmung gezwungen hat, um weiteren (banalen, politischen) Schaden abzuwenden&#8230; </p>
<p>Auch, dass Gauck sich vor diesen Karren aus Profilierung, Demütigung und feixendem Triumph spannen lässt, lässt ihn für mich nicht als gute Wahl erscheinen&#8230;</p>
<p>Naja, ich harre nun der Dinge, die da kommen&#8230; Vielleicht liege ich vollkommen falsch, vielleicht richtig, wahrscheinlich findet sich die Wahrheit nachher irgendwo in der Mitte &#8211; oder es kommt noch ganz anders und Herbert Feuerstein wird doch noch Präsident&#8230; </p>
<p>Just my 2 cents</p>
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		<title>Der Todesstoß der FDP</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 22:59:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ramoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Was ist eigentlich dieses FDP?&#8221; Das war mein präferierter Running Gag, wenn das Thema in meinem Umfeld in den letzten Wochen auf diese Gruppierung kam&#8230; und nun erhält dieses leidende, am Boden krauchende Wesen den Todesstoß, der ihm auch noch den Rest seiner 2% die es noch hat, nehmen&#8230; Eigentlich war der Plan ja ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Was ist eigentlich dieses FDP?&#8221;</p>
<p>Das war mein präferierter Running Gag, wenn das Thema in meinem Umfeld in den letzten Wochen auf diese Gruppierung kam&#8230; und nun erhält dieses leidende, am Boden krauchende Wesen den Todesstoß, der ihm auch noch den Rest seiner 2% die es noch hat, nehmen&#8230;</p>
<p><span id="more-688"></span></p>
<p>Eigentlich war der Plan ja ein ganz anderer&#8230; der Schwanz wollte halt mal mit dem Hund wedeln, einmal nur das winzige Fitzelchen Macht, das man hat, ausspielen, sich politisch profilieren, den großen Partner, dem man seit gefühlten Ewigkeiten nur zum lustigen Sidekick gereicht, zeigen, wo Bartel den Most holt.</p>
<p>Glückwunsch FDP, das ist gelungen. Zurück bleibt eine grinsende FDP (zumindest der Teil, der mit der Wahl des Gauck leben kann), eine gedemütigte Frau Merkel, ein Tag tatsächlich relevanter Medienpräsenz sowie ein rebellierendes Internetvolk, daß versucht, sich einen Reim auf Herrn Gauck zu machen.</p>
<p>Zu welchem Preis das alles? Nun ja, wenn man mich fragt, zu einem teuren. Und warum? Weil man mal wieder nicht weiter, als bis zu seiner eigenen Nasenspitze, zur nächsten Schlagzeile gedacht hat. </p>
<p>Was haben Rösler &#038; Co. denn heuer demonstriert? Macht? Ja, die Macht eines pubertierenden Knaben, der zufällig das Quentchen ist, welches auf Grund der Umstände das Zünglein an der Waage spielen darf, welches sich bis zuletzt zurück gehalten hat mit seiner Stimme, und dessen Meinung nun entscheidet, in welche Richtung die Waage kippen wird. Die Form von Macht, die aus Feigheit geboren wird, die Form von Macht, die nicht zum Wohle der Allgemeinheit, sondern zur eigenen Profilierung gedeiht.</p>
<p>Politisch hat sich die FDP heuer ins Aus befördert, hat sie doch gezeigt, daß sie als Koalitionspartner, und zu mehr wird es diese Partei wohl nimmermehr bringen, nicht verlässlich, ergo nicht zu gebrauchen, ist. Das bedeutet wohl nicht nur, daß sich die CDU künftig schwerer tun wird, mit der FDP zu koalieren &#8211; und folglich mangels anderer Alternativen ebenfalls schwer angeschlagen wird &#8211; sondern auch, daß die Hand voll taktischer Wähler, die ihre Stimme der FDP leihen, weil sie auf indirektem Wege die Parteien mit dem &#8220;C&#8221; im Namen stärken wollen, diese Stimmen entziehen werden.</p>
<p>Doch in wessen Fahrtwind will die FDP nun segeln? In den bestehenden Parteipolitischen Mustern ist woanders, als an der Seite der CDU für die FDP kein Blumentopf zu holen&#8230;</p>
<p>Nun denn&#8230; Ich bin gespannt, ob ich mit dieser Einschätzung richtig liegen werde&#8230; oder ob am Ende Millionen von Gauck Fanboys und Fangirls ihre Stimmen nun zur FDP tragen werden ob ihres heldenhaften Einsatzes&#8230; schaungmermal&#8230;.</p>
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		<title>Große Gauckeley</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 16:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ramoth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal unabhängig davon, was man von Gauck als Person denkt, bleibt eine simple Tatsache: Gauck ist eine zu 100% parteipolitische Figur geworden, als er vor 2 Jahren von Rot-Grün ins Spiel gebracht wurde. Darüber sollte man sich, auch angesichts seiner eigenen Parteilosigkeit, nicht hinwegtäuschen lassen. Daß er sich hier nun instrumentalisieren läßt, um Merkel und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal unabhängig davon, was man von Gauck als Person denkt, bleibt eine simple Tatsache: Gauck ist eine zu 100% parteipolitische Figur geworden, als er vor 2 Jahren von Rot-Grün ins Spiel gebracht wurde. Darüber sollte man sich, auch angesichts seiner eigenen Parteilosigkeit, nicht hinwegtäuschen lassen.<br />
<span id="more-685"></span><br />
 Daß er sich hier nun instrumentalisieren läßt, um Merkel und Co Demut zu lehren, läßt auch ein Stück weit Rückschlüsse über Gauck zu. Die jetzige Konstellation ist für alle Beteiligten imho destruktiv, wir können Wulff, auch symbolisch, nicht rückgängig machen, indem nun das Ergebnis der Wahl vor 2 Jahren zurückgespult wird. Das jetzige Ergebnis ist Symbol für den Rot-Grünen Triumph, mehr noch, als wenn Steinmeier selbst nun Bundespräsident würde. Fabriziert von der FDP wird daraus das totale politische Possenspiel, der Wunsch nach einem echten Konsenskandidaten in fast schon unvorstellbarem Maß zur parteipolitischen Profilierung missbraucht&#8230; welche Pläne die Presse beim hypen von Gauck haben mag, begreife ich nicht, vor zwei Jahren gab es durchaus auch kritische Berichterstattung, diesmal scheint diese weitläufig auszubleiben.<br />
Persönlich glaube ich nicht, daß Gauck der richtige für das Amt ist, weil er tendentiell mehr polarisiert, als vereint. Das ist keine grundsätzlich schlechte Eigenschaft, passt aber nunmal nicht zum Anforderungsprofil an den BP. Sicher läßt Gauck sich keiner Parteil zuordnen, er verhält sich allerdings keineswegs politisch neutral, ganz im Gegenteil scheint er sich je nach Themenbereich seine politischen Ansichten jeweils punktuell aus dem gesamten politischen Spektrum von rechtsaußen bis linksaußen zusammenzusuchen, ohne dabei eine erkennbare klare Linie zu verfolgen, da finden sich neoliberale Züge ebenso, wie verbliebenes Anspruchsdenken aus sozialistischen Zeiten, christliche Grundwerte ebenso, wie das Belächeln der aktuellen Kapitalismuskritik oder das Lob an Sarrazins Thesen&#8230; Je nach Teilbereich bringt er in nahezu jedem Teilbereich andere Bevölkerungsgruppen für sich auf, das ist interessant, aber als Bindeglied der Gesellschaft fast schon schizophren&#8230; Dazu kommt noch &#8211; bei aller Abneigung die ich gegen die Linke habe &#8211; daß ich einen Bundespräsidenten, der in, ich sag mal, &#8220;offener Feindschaft&#8221; zu einer in der Bundespolitik mittlerweile durchaus angekommenen Partei lebt, doch unmöglich einen Konsens für die ganze Bevölkerung darstellen kann?!!?<br />
Gauck sagt zum Beispiel auch, Vorratsdatenspeicherung sei nicht der Beginn des Spitzelstaates, und begründet das im weitesten Sinne damit, daß es in der DDR ja viel schlimmer war&#8230; Ich habe den Eindruck, daß da einige Maßstäbe verschoben sind&#8230; Rein subjektiv gesprochen&#8230; Ebenso findet er die Proteste der Occupy-Bewegung und die laufende Kapitalismuskritik offenbar lächerlich und verwehrt sich dagegen, daß die sozial schwachen unseres Landes den heiligen Begriff &#8220;Montagsdemonstration&#8221; verwenden&#8230;<br />
Befürworter sagen, daß gerade einer wie er die Bedeutung von Kapitalismuskritik kennt, daß für ihn als aktiven Zeitzeugen die Begrifflichkeiten geprägt sind und die heutige Situation weit von den Repressalien der DDR entfernt ist&#8230;<br />
Das ist sachlich alles richtig, und auch die Intention von Gauck ist klar, ebenso wie ich Verständnis habe, daß ihm vor dem Hintergrund seiner eigenen Geschichte manches heutige Problem lächerlich erscheinen mag.<br />
ABER: durch solche Äußerungen wird kritisches Denken erstickt und abgewürgt, insbesondere, wenn er sich in dieser Form als Bundespräsident äußern kann.<br />
Es gab historisch sicher auch schlimmeres als die DDR, was hätte Gauck wohl gesagt, wenn man ihm damals von der Christenverfolgung in der Antike erzählt und gesagt hätte, sein Aufbegehren in der DDR sei dagegen lächerlich?? Alles eine Frage des Maßstabs, oder?</p>
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		<title>Kommentarfunktion</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 10:40:11 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[Offenbar gab es in den vergangenen Wochen von mir unbemerkt Probleme beim Posten von Kommentaren. Ich wurde nun darauf hingewiesen und die Kommentarfunktion sollte wieder uneingeschränkt funktionieren. Entschuldigt bitte, dass es so lange unbemerkt blieb. Ich freue mich auf Eure Kommentare in den neueren Posts und bitte um Kontaktaufnahme (epost &#8220;ett&#8221; ramoth.de, falls es wider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offenbar gab es in den vergangenen Wochen von mir unbemerkt Probleme beim Posten von Kommentaren. Ich wurde nun darauf hingewiesen und die Kommentarfunktion sollte wieder uneingeschränkt funktionieren. Entschuldigt bitte, dass es so lange unbemerkt blieb. Ich freue mich auf Eure Kommentare in den neueren Posts und bitte um Kontaktaufnahme (epost &#8220;ett&#8221; ramoth.de, falls es wider Erwarten doch noch zu Problemen kommen sollte.<br />
Gruß,<br />
Marc</p>
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		<title>Akkuexplosionen</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 20:21:59 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur um mal den aktuellen E-Zigarette-eplodiert Hype zu relativieren&#8230; Also am Rauchen stirbt alle paar Sekunden jemand, an e-Ziggis hat sich jetzt nach Zehn Jahren mal jemand ernsthaft wehgetan&#8230; aber so ist das eben mit der menschlichen Wahrnehmung, wenns Bumm macht, isses gefährlich, ists leise und schleichend, vergisst mans einfach&#8230; Nur mal eben so: http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article4249107/iPod-explodiert-Apple-bot-offenbar-Schweigegeld.html [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur um mal den aktuellen E-Zigarette-eplodiert Hype zu relativieren&#8230;</p>
<p>Also am Rauchen stirbt alle paar Sekunden jemand, an e-Ziggis hat sich jetzt nach Zehn Jahren mal jemand ernsthaft wehgetan&#8230; aber so ist das eben mit der menschlichen Wahrnehmung, wenns Bumm macht, isses gefährlich, ists leise und schleichend, vergisst mans einfach&#8230;</p>
<p>Nur mal eben so:<br />
<a href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article4249107/iPod-explodiert-Apple-bot-offenbar-Schweigegeld.html">http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article4249107/iPod-explodiert-Apple-bot-offenbar-Schweigegeld.html</a><br />
<a href="http://www.onlinekosten.de/news/artikel/26919/0/Nokia-Akku-explodiert-Drei-Verletzte">http://www.onlinekosten.de/news/artikel/26919/0/Nokia-Akku-explodiert-Drei-Verletzte</a><br />
<a href="http://de.engadget.com/2009/11/11/macbook-pro-akku-explodiert-laptop-hupft-nutzer-hat-gluck-akk/">http://de.engadget.com/2009/11/11/macbook-pro-akku-explodiert-laptop-hupft-nutzer-hat-gluck-akk/</a></p>
<p>Es gibt weitere Beispiele&#8230;. tja, Akkus können explodieren, oh Wunder&#8230; und das macht bumm&#8230;. aber das ist kein konkretes Problem der e-Ziggis&#8230;</p>
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