Diaspora*

asteriskDa sich Diaspora* noch immer eines Nieschendaseins rühmt, hab ich mich entschieden, diesem kleinen aber feinen sozialen Netzwerk auf meinem Blog etwas eigenen Raum zu genehmigen und mich des Themas Diaspora* ein wenig näher anzunehmen.

Auswahl_028Meine Aktivitäten bei Google+ sowie Facebook habe ich ja nun kürzlich aus verschiedenen Gründen eingestellt. Im Falle von Facebook war es die eh nur sehr sporadische Nutzung gepaart mit diesem Gefühl, dass eigentlich alles, was ich bei Facebook mache, sich auch direkt mit den Leuten machen ließe, die ich bei Facebook in meinen Kontakten hatte. Ernsthafte Kommunikation ist auf der anderen Seite begründet durch die aktuellen Nachrichten auf Facebook kaum mit gutem Gefühl zu bewerkstelligen und die Nachrichten um gebildete Schattenprofile seitens Facebook taten ihr übriges.

Im Falle von Google+ war es dann doch eher die Erkenntnis, durch meine eigene Filterblase ausgehebelt zu werden. Google+ hat von Anfang an viel Spaß gemacht, da es doch sehr viel mehr thematischen Tiefgang hat als Facebook. Auf der anderen Seite steht dem entgegen, dass die Kombination aus Filterblasen zu einer scheinbar extremen Fragmentierung führt, in der man im Prinzip nur noch eine Verstärkung aber kaum Relativierung seiner Ansichten erfährt.

So wird aus Schwarmintelligenz Schwarmblödheit…

Hinzu kommt sowohl beim einen als auch beim anderen diese Integration, die man mit der Zeit anstrebt und die einen gewissen „Suchteffekt“ auslöst. Am PC laufen die Netzwerke permanent im Hintergrund, am Handy sind die Apps installiert und werden nicht müde, regelmäßig darauf hinzuweisen, dass es neue zu beantwortende Beiträge, Nachrichten oder Diskussionen gibt. Und schaltet man die Notifications ab, dann ist spätestens bei der ersten spannenden Diskussion der 5minütige Griff zum Phone vorprogrammiert…

Auswahl_029Anbetrachts des zunehmenden Diskussionsoverflows war ein Teil der Entscheidung schon länger getroffen. Was es am Ende zum „Auslösen“ brauchte, waren die letzten technischen Änderungen seitens Google+. Neues, in meinen Augen unübersichtliches, Streamlayout wäre ja noch verzeihlich gewesen, einhergehend aber mit zunehmendem Verlust der Kontrolle über meinen Stream, dem mehr oder weniger offensichtlichen Filtern bestimmter Inhalte, dem offenkundigen Blacklisten einiger Schreiber für die „Angesagten“ und am Ende dem unaufgeforderten Platzieren fremder Beiträge in meinem Stream, nur weil sie von meinen Kontakten ein „+“ erhalten haben, war am Ende mehr Frust als Lust an der Tagesordnung, so dass es mir dann doch recht leicht fiel, den löschen-Button zu drücken.

So ganz auf soziale Netze verzichten, das wollte ich aber dann doch nicht. Somit ging es also zu Diaspora*. Und über Diaspora* will ich nun auch ein bisschen mehr schreiben.

Was ist Diaspora*?
Wie ist Diaspora* entstanden?
Was sind Stärken und Schwächen von Diaspora*?

Dazu möchte ich noch Tipps zur Anwendung von Diaspora* geben, Apps und Anwendungen zu Diaspora* betrachten und was sonst noch so alles dazu passt. Der Bereich wird entsprechend in den nächsten Tagen und Wochen vor sich hin wachsen, also schaut einfach mal rein.

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7 Gedanken zu „Diaspora*

  1. Bei G+ ist immer noch alles beim alten. Bin daher sehr gespannt, was du über Diaspora berichten wirst.

    Las es dir gut gehen und eine schöne Woche.

  2. Schön, Dich hier zu lesen 🙂 Hatte schon gedacht, ohne meine Ergüsse versinkt g+ endgültig in Katzenbildern, facebookcontent und Ingress-Werbung :))

    Mit Diaspora bin ich in der Tat sehr glücklich gerade. Etwas ruhiger und gefühlt gehaltvoller als g+, wenn auch (noch) ein bisschen fokussiert auf politisch/ethisch denkende Menschen und Technikversessene 😉

  3. Mal im Ernst….Du hast mit den Dingen ja wohl recht…bin auch mal ausgestiegen. 1993 für 8 Monate nach Indonesien. Weg von allem…nach 6 Monaten hatte ich es satt…nun liebe ich beide Urwälder…Stadt und richtigen Urwald. Auf Rückzug erfolgt Vorstoß. Ich denke es ist der Schwerpunkt…immer alles zu seiner Zeit und jedes nach seiner Art.

  4. Hallo Gerard,
    Jupp, mal aussteigen tut gut und lässt einen dann die andere Umgebung auch wieder mit anderen Augen sehen…
    Schön, dich hier zu lesen….

  5. In der rechten Seitenleiste meines Blogs findest Du einen Link auf mein Profil.
    Personen kann man mehr oder weniger nur gezielt suchen, da es kaum Leute mit Klarnamen gibt, bleibt da nur, sich zu kennen und auszutauschen.
    Thementechnisch kann man in der rechten Leiste bei Diaspora Hashtags abonnieren. Einfach auf „Tags, denen Du folgst“ klicken und unten im Textfeld das dann aufgeht Schlagworte zu Themen eingeben, zu denen du gerne in Deinem Stream liest.

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