Wie ist Diaspora* entstanden?

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                                Dezentrale Struktur

Die Idee zu Diaspora* entstand an der Universität von New York. Vier Mathematikstudenten hatten die Idee, ein soziales Netzwerk zu begründen, das in seiner Struktur komplett anders sein sollte, als bisherige Netzwerke. Mehr Kontrolle für den Nutzer, dezentrale Struktur, damit größere Unabhängigkeit und Datensicherheit.

Dan Grippi, Maxwell Salzberg, Raphael Sofaer und Ilya Zhitomirskiy kündigten das Projekt im April 2010 auf „Kickstarter“ an und erfreuten sich guten Zuspruchs aus der Crowdfunding-Gemeinde, so dass innerhalb weniger Wochen über 200.000 Dollar Einnahmen Diaspora* zum bis dahin erfolgreichsten Kickstarter-Projekt machten.

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                                 Zentrale Struktur

Ursprüngliche Idee war ein dezentrales peer-to-peer Netzwerk, also im Prinzip eine tatsächlich Serverlose Variante bzw. eine Variante, in der jeder User sein eigener Server ist. Heute stellt es sich so dar, dass es diverse Pods gibt, auf denen man sich anmelden kann. Eine eigene Installation aufzusetzen ist dann doch für den Normalbenutzer etwas viel.

Was bleibt ist ein soziales Netzwerk mit einer Vielzahl an Servern (Pods) die jeweils die für ihren Betrieb und ihre Nutzer benötigten Daten vorhalten, mehr aber nicht. Keine Zentralen, unternehmensgesteuerten Server.

Noch 2010 ging eine erste Alphaversion ans Netz. Seit 2011 wurde das Projekt offiziell von der Diaspora Foundation getragen. Eine früh gestartete Spendenkampagne der Diaspora Foundation  scheiterte daran, dass das über Paypal geführte Spendenkonto scheinbar eingefroren wurde, nachdem binnen weniger Tage ca. 45.000 Dollar an Spenden eingingen. Eine Massive Welle des Protests konnte dazu beitragen, das Konto binnen weniger Tage wieder freizugeben.

2012 sollte das Projekt durch ein Startup-Programm weiterentwickelt werden, was bei der Nutzergemeinde, die die Gemeinfreiheit und nicht-Kommerzialität des Projektes zu Kernpunkten erklärt hat, für Unwillen sorgte. Das Projekt wurde damit Ende 2012 zu einem Communityprojekt erklärt.

Damit ist Diaspora ein quelloffenes, dezentrales Netzwerk, dessen Entwickler-Community über die Plattform Github kommuniziert und an der Weiterentwicklung arbeitet.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende….

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