Vorwort

Hier und jetzt beginne ich. Ich beginne, einen Text zu verfassen.
Einen Text, der wohl lang werden wird.
Einen Text, der meine Ideen und Gedanken zur Politik und zur Gesellschaft zusammentragen wird.
Einen Text, der hoffentlich, so schwebt es mir vor, zu neuen Ideen und Gedanken führen wird.

Was ist das Ziel? Ich grübele. Ich grübele über die politischen und gesellschaftlichen Philosophien des letzten Jahrhunderts, in denen wir noch heute gefangen sind.

Ich grübele über die Grundpfeiler unserer Gesellschaft.
Demokratie, Teilhabe, Freiheit, Solidarität, Ethik.

Ich grübele über die Grundpfeiler einer funktionierenden Ausübung.
Bildung, Verstand, Abstraktionsfähigkeit, Vernunft, Kreativität.

Ich grübele über die politischen Philosophien unserer Zeit.
Liberalismus, Sozialismus, Konservativismus…

Rechts, Mitte, Links.

Zweidimensional. Flach.

Wenn ich über politische Philosophien nachdenke, möchte ich frei sein.
Ich möchte eine politische Philosophie, die sich rauf und runter bewegt, eine politische Philosophie, die reagieren kann, eine politische Philosophie, die weniger an einen Felsen erinnert, wie es die heutigen tun, sondern mehr an einen Vogelschwarm, der frei fliegend in Formation den Luftraum ausnutzt, dabei tolle Muster abbildet, reagiert, agiert, in dem die Führung wechselt und der doch kollektiv stets gemeinschaftlich handelt.

Dieses Ziel will ich mir in diesem Text erarbeiten. Dieser Text wird zum Ende hin, so hoffe ich, eine Idee. Eine Idee einer neuen politischen Philosophie, die wahrscheinlich niemand je lesen oder hören, der wahrscheinlich niemand je folgen wird.

Aber ich werde dann sagen können „Ich habe mir meine Gedanken gemacht, ich habe nach Wegen gesucht, ich habe Möglichkeiten aufgezeigt.“

Wenn mir das gelingt, bin ich zufrieden. Wenn nicht, bin ich zufrieden, es versucht zu haben.

Ich werde bei diesem Vorhaben strukturiert vorgehen. Ich werde daran den Anspruch einer wissenschaftlichen Arbeit stellen. Ich kenne die Regeln dafür nur am Rande. Ich werde Quellen angeben, werde angeben, wo ich mich habe von anderen inspirieren lassen, werde belegen so gut es geht, was ich behaupte.

Beginnen werde ich mit detaillierten Betrachtungen der politischen Philosophien des 20. Jahrhunderts, der verschiedenen Konzepte der Demokratie und der gesellschaftlichen Ethik.

Ich werde versuchen, aufzuzeigen, wo die bestehenden Systeme richtige Wege gehen. Das tun sie ausnahmslos alle. Ich werde aber auch aufzeigen, wo sie irren. Denn auch das tun sie alle. Ich werde aufzeigen, wo sie an simplen Realitäten scheitern, oder an komplexen Strukturen der menschlichen Natur. Ich werde versuchen „um die Ecke“ zu denken und Ideen auf Links zu stülpen, zu sehen, wo Konzepte an einem idealisiert utopischen Menschenbild scheitern oder an simpleren Meschnanismen des Seins.

Dann werde ich versuchen, die Stärken der gesellschaftlichen und politischen Systeme und Philosophien zusammenzutragen und zu kombinieren. Ich werde versuchen, neue Erkenntnisse daraus abzuleiten für eine politische und gesellschaftliche Philosophie, die zukunftsfähig, nachhaltig und fair ist. Keine Ahnung, ob das klappt, aber ich werde es versuchen.

Es beginnt heute. Ich weiß nicht, wann und wie es endet. Aber ich werde darauf hinarbeiten.

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