Blankenheim – Pennen auf der Burg…

KircheHeute mal wieder ein kleiner Ausflug im Blog. Unser Urlaub dieses Jahr fiel ja, da nun Kind1 die wohlbehütete Umgebung des Kindergartens in Richtung Schule verlassen hat, und somit nicht nur schulpflichtig, sondern auch 6-Wochen-Sommerferienpflichtig geworden ist, eher zerhackstückelt aus. Anbetrachts des epochalen Zeitraums von 6 Wochen, den es bis zur Einschulung zu überbrücken galt, haben die Gattin und ich urlaubstechnisch quasi nur einen Berührungspunkt (nämlich von Morgen auf Übermorgen) aber keinerlei Überlappung.

Nichtsdestotrotz ermöglichen uns die Arbeitszeiten der Gattin dankenswerterweise zumindest erweiterte Wochenenden sozusagen ab Mittwoch Nachmittag. Diese Woche haben wir das genutzt, um nach Blankenheim zu reisen für 2 Übernachtungen in der Jugendherberge und einen dazwischen liegenden Besuch im Phantasialand. Fürs Phantasialand hatten wir, wieder dankenswerterweise, bei unserem letzten Besuch in unserem Eifelurlaub im Frühjahr, noch Freikarten. Somit war das ganze ein sicherlich zeitintensiver aber dann doch kostengünstiger Ausflug.

IMG_0925Die Gattin hat nämlich beschlossen, dass die Kinder nun im Jugenherbergsalter angelangt sind und hat ein wenig gesucht. Die Blankenheimer Jugendherberge wurde schnell als Ziel auserkoren, ist sie doch in der 900 Jahre alten Burg Blankenheim untergebracht und offeriert somit insbesondere Kind1 die Option, mal ins Prinzessinnenfeeling zu verfallen.

Gesagt getan und mit kleinem Gepäck gereist, treffen wir also am fortgeschrittenen Abend in unserer Herberge ein. Der Empfang ist nett, wir bekommen das „Fledermauszimmer“, ganz oben im Altbau der Burg. Im Vorderen Bereich wurde in den 90ern ein Neubau dazugezimmert. Der nette Herr am Empfang begegnet diesem Neubau offenbar mit Kopfschütteln, sehr eng sei es, sehr pragmatisch, nicht wirklich zur Burg passend. Dem Architekten müsse man… ach, lassen wir das.

Selbiger netter Herr empfiehlt uns noch, mal einen Blick in den Rittersaal zu werfen, händigt uns Bettwäsche aus, und weist uns den Weg zu unserem Gemach. Ein Treppenhaus, einen langen Flur, eine Turmwendeltreppe und ein letztes Stück gerader Treppe später, stehen wir in unserem Zimmer. Ein normales Herbergszimmer, so, wie ich es aus meiner Jugend mehr oder weniger in Erinnerung habe, einzig die Fenster sind doch sehr klein. Auf dem zweiten Bild oben befindet sich unser Zimmer oben links im Dach.

IMG_0914Diese sehr kleinen Fenster reichen allerdings, um den Kopf hindurch zu stecken, und entschädigen dann mit einer famosen Aussicht. Insgesamt ist alles sehr idyllisch und erschlägt einen geradezu mit Atmosphäre.

Auf dem Flur direkt vor unserem Zimmer finden wir ein WC mit 2 Toiletten sowie einen Duschraum mit 4 geräumigen, durch Trennwände mit Türchen separierten, Duschen.

Da nun zu so später Stunde (immerhin 19 [in Worten: Neunzehn!!] Uhr) in der Herberge keine Verköstigung mehr möglich war, wagen wir den Abstecher in den Ort. Blankenheim. Hatte ich noch nie gehört. Entsprechend überrascht waren wir von diesem, ja, ich benutze diesen Ausdruck jetzt mal, von diesem pittoresquen Ort voller weiß verputzter Fachwerkhäuser, historischer oder historisch anmutender Gemäuer und Grünzeug.

Nach einer kleinen Tour durch den Ort entschieden wir uns, bei „Bero’s“ zu essen. Direkt am (absolut dem Ort nicht angemessenen, grottenhässlichen) Rathaus gelegen, war der Laden gerappelt voll, was ja üblicherweise für gutes Essen spricht. Nicht täuschen lassen darf man sich da, von außen sieht es ein bisschen aus wie ne Dönderbude, als welche es auch sehr gut frequentiert wird, innen drin gibts neben Döner und Snacks erstklassige Burger, Pizzen und Steaks zu anständigen Preisen und echt lecker.

Nachdem wir dann alle wohl gesättigt waren, trabten wir noch ein paar Schritte durch den Ort. Echt schön, man fühlt sich ein bisschen in uralte Zeiten versetzt ob all der leicht windschiefen Fachwerkhäuser in weiß. Über allem thront die Jugendherberge in Burgform. Echt schön. Die Kamera klickte einige Male. Oder auch einige mehr. Die Kinder hatten Angst, dass Gespenster aus den alten Gemäuern kröchen…

Das Herbergsleben an sich ist wieder einigermaßen gewöhnungsbedürftig, aber schön. Mit der ganzen Familie in einem Zimmer mit zwei Hochbetten, das hat schon was. Das abendliche Selbstgeflüster der Kinder, das eigene frühe zur Ruhe kommen, mal wieder ein Buch. Das frühe zur Ruhe kommen macht auch, dass einem die Tatsache, dass es Frühstück um 8:00 Uhr gibt, nicht mehr ganz so schlimm erscheint. Herbergsleben beginnt früh.

Den Tag verbrachten wir dann bei gutem Wetter im Phantasialand, über das Phantasialand werde ich nochmal gesondert schreiben. So viel sei gesagt: Das Essen ist gut.

Am Morgen danach ging es auch schon wieder nach Hause. Blankenheim steht nach diesem Kurzbesuch durchaus auf unserer Liste für weitere Besuche. Schön gelegen, tolle Aussichten und in der Eifel durchaus mit vielen Ausflugszielen umzu.

Die Jugendherberge bietet zweifellos einzigartigen Charme mit ihren verwinkelten Burggängen, einem Rittersaal, der seinem Namen Ehre macht und viel Hintergrundinformation verteilt auf Infotafeln überall im Gebäu- und auf dem Gelän-de.

Hier noch ein paar Foto-Eindrücke, und damit dann auch zum Ende dieses Posts… wer die Chance hat, sollte Blankenheim mal besucht haben…

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