Thadäus Wirsing – Irgendwo im Nirgendwo – Teaser

Keine Ahnung, ob das was wird… aber die Idee kam mir heute und ich hab mal angefangen… die Frage ist, ob ich an der Stelle weitermachen sollte oder ob es jetzt schon Bullshit ist… ich bin gespannt auf Kommentare und präsentiere Thadäus Wirsing…

PROLOG (oder so)

Thadäus Wirsing war ein durch und durch durchschnittlicher Mensch. Thadäus Wirsing war durchschnitt groß, Thadäus Wirsing war durchschnittlich schwer, Thadäus Wirsing war durchschnittlich Klug. Er hatte braune Augen und hellbraunes, akkurat geschnittenes und frisiertes Haar. Thadäus Wirsing trug eine schmale, rahmenlose brille hinter der er aus stets leicht zusammengekniffenen Augen die Welt um sich herum betrachtete. Er sah dabei nichts spezielles. Sein Blick war der, einer Feldmaus auf einem großen Acker. Stets bemüht, alles zu sehen, ohne etwas bestimmtes anzugucken. Stets gefasst, während eines Augenzwinkers plötzlich einen Haken schlagen und das Weite suchen zu müssen. Thadäus Wirsing gehörte zu jenen Menschen, die den ganzen Abend auf einer Dinnerparty herumhängen könnten, an die sich am nächsten Morgen aber niemand erinnern könnte.

Thadäus Wirsing hing natürlich nie auf irgendwelchen Dinnerparties herum. Dies war zum einen dem Umstand geschuldet, dass Thadäus Wirsing keinerlei Interesse an Dinnerparties hatte, was widerum, und hier schliesst sich der Kreis, daran hätte liegen können, dass Thadäus Wirsing generell nie auf irgendwelche Dinnerparties eingeladen wurde.

Es war ein Mittwochnachmittag. Dieser Mittwoch hatte Thadäus Wirsing schon in den frühen Morgenstunden mit allerlei Sperenzchen zu nerven gewusst, die man eigentlich von einem Montag erwartet hätte. Es hatte damit begonnen, dass der alte, mechanische Wecker, den er aus rein sentimentalen Gründen seit seiner Kindheit mit sich herumschleppte, zum ersten Mal in seiner langen Laufbahn beschlossen hatte, sich an einem Tag frei zu nehmen, an dem Thadäus Wirsing nun alles andere als frei hatte. Kaum zuträglich war auch, dass Thadäus Wirsing den Dienstag Abend damit zugebracht hatte, das Internet nach brauchbaren Informationen über die Aufzucht von Alpakas in Mitteleuropa zu durchsuchen. Ein Leben abseits seines durchschnittlichen Jobs, seines durchschnittlichen Lebens, ja seines durch und durch durchschnittlichen Seins an sich, reizte ihn schon immer, und so versteifte er sich in steter Regelmäßigkeit auf etwas, das seine Mutter, Gott hab sie selig, wohl als „fixe Idee“ mit dieser typischen, halb winkenden halb schlagenden Handbewegung in den Mülleimer der Imagination verfrachtet hätte.

Diesmal, murmelte er sich selbst im Geiste zu an jenem Dienstagabend, DIESMAL würde er es wirklich tun. Alpakazucht. Er würde sein Erspartes zusammenkratzen, ein kleines Gehöft weit ab vom Schuß erwerben und sich ganz der Alpakazucht widmen. Alpakazucht müsste gut gehen. Es gab kaum Konkurrenz. Ja, die Logik des Thadäus Wirsing war, im Gegensatz zu seinem sonst so durchschnittlichen Wesen, von bemerkenswerter Schlichtheit.

Es dauerte bis spät in die Nacht, bis sich in Thadäus Wirsing die Erkenntnis manifestierte, dass Klimawandel und die wirtschaftliche Gesamtlage das breite Feld der Alpakazucht, objektiv betrachtet, weit weniger Attraktiv erscheinen ließen, als es für ihn anfangs den Anschein hatte. Diese Erkenntnis zu erlangen dauerte allerdings so lange, dass das schmähliche Schweigen seines Weckers am Mittwochmorgen Thadäus Wirsing dazu veranlasste, mit beinah dreistündiger Verspätung erste Lebenszeichen zu entwickeln, die sich dann, nachdem ihm bewusst wurde, dass die durch den diffus verhangenen Himmel schimmernde Sonne an ganz anderer Stelle am Himmel hing, als sie es eigentlich um die von ihm vermutete Zeit sollte, in plötzlicher Dynamik entluden.

Die Worte, die Thadäus Wirsing anlässlich dieser Situation in seinem einsamen Appartement ausstieß, wollen wir an dieser Stelle verschweigen. Vieles davon ließe sich so oder so kaum adäquat in Schriftform ausdrücken. Sagen wir also einfach, er war sehr verwirrt und erbost gegenüber seinem alten, mechanischen Wecker, sich selbst, der Sonne und der Welt als solcher.

Eiligst in seinen durchschnittlichen, dunkelgrauen Anzug geschlüpft und mit einem durchschnittlichen, hellen Mantel bekleidet machte Thadäus Wirsing sich im Laufschritt auf den Weg zu seinem durchschnittlichen Arbeitsplatz um dort angekommen festzustellen, dass ihn niemand vermisst hatte. Vierzehn Jahre arbeitet Thadäus Wirsing nun schon hier, bearbeitete einen Papierstapel nach dem anderen, die ihm von wechselnden, wort-, gesichts- und namenlosen Sekretärinnen und Sekretären vorgelegt wurden. In der Tat war Thadäus Wirsing der einzige gewesen, der sich in dieser Abteilung länger als 2 Jahre gehalten hatte. Alle anderen verließen das Büro irgendwann, um ihr Glück in einer anderen Firma zu suchen, oder sie verliessen die Abteilung, um einen besseren Posten anzutreten.

Stoisch arbeitete Thadäus Wirsing sich Tag für Tag durch Aktenberge, nicht ahnend, dass tatsächlich niemand in der Firma, außer einer Personalsachbearbeiterin im siebten Stock, die Thadäus Wirsing noch nie persönlich zu Gesicht bekommen hatte, aber über ein ausgezeichnetes Namensgedächtnis verfügte, seinen Namen kannte. Tatsächlich, und im wahrsten Sinne des Wortes, hatte sein heutiges Zuspätkommen niemand außer der kleinen Stempeluhr im Erdgeschoß zur Kenntniss genommen.

Mittwochnachmittag. Wie an jedem Arbeitstag verließ Thadäus Wirsing das Büro einige Minuten später als alle anderen. Thadäus Wirsing hasste Menschenmassen und wenn mehrere hundert Angestellte gleichzeitig gen Ausgang trieben, dann mied er das instinktiv. Das Ritual war jeden Tag identisch. Gleichzeitig mit allen anderen schaltete er seinen Rechner ab, zog seinen durchschnittlichen, hellen Mantel an, blickte sich noch einmal um, ging einige Schritte in Richtung der großen, zweiflügligen Glastür durch die bereits die ersten, frühen Nachhausegeher strömten, blickte dann an sich herunter, klopfte auf die Taschen seines Mantels, drehte sich um, und ging langsam zurück zu seinem Platz. Dort angekommen öffnete er zwei oder drei Schubladen, blickte nachdenklich aus dem Fenster und griff schließlich ein Blatt Papier von ganz oben auf einem Aktenstapel, um es versonnen zu studieren. Er wartete, bis er der letzte im Raum war, ging dann, vorbei an einem halben dutzend von Trennwänden separierter Schreibtische und ließ den Blick aus dem Fenster des dritten Stockwerks in die Ferne schweifen.

Wie jeden Tag, so bemerkte auch heute niemand dieses merkwürdige Ballett, welches Thadäus Wirsing ersonnen hatte, um unauffällig der Menschenmasse in den Fluren zu entgehen. Wie jeden Tag, so hätte Thadäus Wirsing auch heute einfach auf seinem Platz sitzen bleiben können, ohne daß es jemandem aufgefallen wäre. Wir jeden Tag, so wäre Thadäus Wirsing auch heute, ginge er nicht verlässlich an jedem Tag im letzten Moment doch noch aus dem Büro, vom Wachmann hier eingeschlossen worden und niemandem wäre es aufgefallen oder auch nur seltsam vorgekommen.

Wie jeden Tag, so machte sich Thadäus Wirsing auch heute erst auf den Heimweg, nachdem der Hauptstrom in den Fluren versiegt war. Jetzt, wo nur noch die letzten Nachzügler gen Ausgang strebten. Thadäus Wirsing schritt hinaus auf den Flur und wich einer jungen Sekretärin in einem dunkelblauen Kostüm mit weißer Bluse aus. Sie hatte das helle Haar zu einem Knoten hochgesteckt und trug unter dem linken Arm eine Lederhandtasche, die eindeutig eine oder zwei Preisklassen über dem ihr zuzutrauenden Budget lag. Ihr harten Absätze schlugen in einer Frequenz von etwas 2 Hertz auf den harten Steinfußboden und erzeugten ein hallendes Klacken, das weithin durch die Flure hallte. Sie nahm Thadäus Wirsing nicht wahr.

Thadäus Wirsing verließ das Gebäude kurz, bevor der Wachmann die großen Schiebetüren verriegelte. Es regnete. Keinen richtigen Regen regnete es, es war mehr so ein unentschlossener, wenig überzeugender Ansatz von Regen. Fast wie Feuchtigkeit, die einfach in der Luft kondensierte und einen Sprühnebel über alles legte. Dieses über alles schloß natürlich die Brille ein, die Thadäus Wirsing das Sehen erleichterte. Dank des feuchten, sie umgebenden Filmes, tat sie nun genau das Gegenteil davon. Er überlegte, ob er sie nun in die Tasche seines Mantels schieben, und die Augen noch mehr zusammenkneifen sollte als sonst, oder ob er sie trocken wischen sollte, nur um sich wenige Augenblicke später wieder in der selben Notlage zu finden. Er entschied sich für die Tasche und stiefelte durch den Regen in Richtung seines Appartments.

Wie jeden Tag, so machte Thadäus Wirsing auch heute kurz halt an dem kleinen Laden, der sich zwischen einen Friseursalon und eine Imbisskette kauerte und der, so klein und beengt er auch war, scheinbar einfach alles führte, was man täglich gebrauchen könnte. Er ging zu der kleinen Gemüsetheke und griff, zwei Früchte, die er nicht benennen konnte, die ihm aber in Form und Farbe gut gefielen. Der alte Ladenbesitzer unterhielt sich mit einer älteren Frau über die Geschehenisse in der Gegend. Scheinbar hatte irgendjemand ein Kind bekommen, was aber eigentlich gar nicht möglich wäre, da der dazugehörige Gatte offenbar auf Grund eines Unfalls nicht mehr in der Lage sei, Kinder zu zeugen, es fielen Namen, es fielen erstaunte bis empörte Laute. Der Ladenbesitzer schien jeden Menschen im Umkreis von 30 Minuten Fußmarsch beim Namen nennen zu können. Thadäus Wirsing sah er jeden Tag so an, als sähe er ihn das erste Mal. Thadäus Wirsing wohnte im ersten Stockwerk. Direkt über dem Laden. Unter 23 weiteren Stockwerken.

Wie jeden Tag bezahlte Thadäus Wirsing seinen bescheidenen Einkauf wortlos. In seinem Appartment legte Thadäus Wirsing wie jeden Tag die kleine Plastiktüte auf den hellen Küchentisch. Dann stülpte sich die Welt um sich selbst herum auf links, Häuser, Nebelschleicher, die junge Sekretärin aus dem Flur im Büro, alles kollabierte, die Sonne stürzte in den Nebelschleier von Heutemorgen, das Bürogebäude, in dem er arbeitete, faltete sich akkurat zu einem komplizierten Muster und Thadäus Wirsing sank in sich zusammen.

Thadäus Wirsing erwachte nackt. Dumpfes Licht erfüllte den Raum. Als er den Kopf hob, hörte er ein Klacken an den Schläfen. Er setzte sich auf, zog die Beine an den Körper. In seinem Schädel hämmmerte es, Lichter tanzten vor seinen Augen. Eine synthetische Stimme, deren Herkunft er nicht deuten konnte, berichtete etwas von einer abgeschlossenen Transformation. Thadäus Wirsing drehte sich zur Seite, und seine Beine verloren den Halt, er hatte auf einer Liege gelegen. Seine Augen gewöhnten sich an das Halbdunkel pulsierende Licht.

Der Raum war klein. Metallene Oberflächen. Die Liege, auf der er saß, erhob sich aus einem Guß aus dem Fußboden. Trotz der metallischen Oberfläche fühlte sie sich angenehm warm an. Eine Tür glitt auf und offenbarte einen schmalen, beleuchteten Gang. Thadäus Wirsing stand, auf wackeligen Beinen, auf. Er folgte dem Gang. Der Gang endete in einem weiteren Raum. Ebenso metallisch wie der, in der er erwacht war. In dem Raum lag, auf einem Hocker, der sich ebenso wie zuvor die Liege wie aus einem Guß aus dem Boden erhob, ordentlich gefaltet, ein unauffälliger dunkelgrauer Anzug. Er passte.

Thadäus Wirsing vernahm ein leichtes, vibrierendes Dröhnen aus der Ferne. Der Hocker versank im Boden als würde er schmelzen. Stattdessen erhob sich nun ein mächtiges Pult direkt vor Thadäus Wirsing. Ein sanft pulsierendes, blaues Leuchten umgab das Pult. Das Leuchten dehnte sich aus, umwaberte seinen Kopf und drang in seinen Geist.

Widmen wir uns an dieser Stelle etwas ganz anderem. Irgendwo, tief unter den Kellern von Distrikt 7, jenem Regierungsdistrikt des Planeten Erde, in dem sich die geheimsten der geheimen Geheimsachen abspielten, saß eine Gruppe älterer Herrschaften beisammen. Die meisten dieser Herrschaften waren Herren, es fanden sich aber auch drei Damen. Waren die Herren überaus schlicht, wenn auch kostspielig, gekleidet, so hätten die Damen ohne weiteres einem surrealen Film entsprungen sein können, dessen Konzept es ist, den Zuschauer visuell zu überfordern. Die schrillen Farbtöne gewagt geschnittener Kostüme traten dabei angesichts grellbunter Schminke und kreativstmöglicher Haarfärbepraktiken beinah, aber auch nur beinah in den Hintergrund.

Die Gruppe nannte sich schlicht „die Dreizehn“, was zuerst einmal der Anzahl ihrer Mitglieder geschuldet war, zufällig aber auch genau der Zahl an Klicks entsprach, die Thadäus Wirsing, oder das Wesen, das sich für Thadäus Wirsing hielt, zu diesem Zeitpunkt von der Gruppe entfernt war.

Namentlich waren sich „die Dreizehn“ nicht bekannt. Bekannt war ihnen lediglich, daß es ein Problem gab, welches es zu lösen galt. Jeder der Dreizehn starrte angestrengt auf ein kleines Display, welches vor ihm nahtlos in den Tisch eingelassen war und las einen umfangreichen Text der, sich automatisch der Augenbewegung des Lesers anpassend, langsam an ihm vorbeiscrollte. Der Einfachheit halber wollen wir diesen Text kurz zusammenfassen. Er lautete, all das unnötige Beiwerk beiseite lassend, ungefähr so:

„Ihr seid mickrige Würmer und wir wollen Euren Planeten!“

Als Posting in einem sozialen Netz oder wackliges Graffiti an einem Bahnwaggon, wäre das durchaus lustig gewesen. In diesem Falle aber handelte es sich um eine lange Botschaft, beinhaltend detaillierte Analysen über die irdische Gesellschaft, weitreichende Hintergründe zu politischen Verstrickungen und eben solche Informationen, wie sie nur in Distrikt 7 verwahrt wurden.

Entweder hatte also irgendein Spaßvogel erfolgreich, allen Sicherheitsvorkehrungen zum Trotz, die bestgehüteten Geheimnisse des Planeten gehackt, oder man hatte es tatsächlich mit einer nicht-irdischen Macht zu tun.

Thadäus Wirsing erwachte stehend. Er wusste nun wer, oder viel mehr, WAS er war. Er war die Vorhut. Thadäus Wirsing, dieser unauffällige, bedeutungslose Mensch, eine Hülle. Und doch war es der einzige Name, den er hatte. Thadäus Wirsing war schon auf den Weg geschickt worden, bevor er ein Bewusstsein entwickelte. Ein Zellhaufen, durchs All transportiert von einer Drohne, bis sie in die nähe eines Bewohnbaren Planeten käme. Dort angekommen, würden mehrere Dinge passieren. Die Drohne würde, vorausgesetzt es gäbe intelligentes Leben und eine technologisch entwickelte Gesellschaft auf dem Planeten (oder gar beides gleichzeitig), ein geeignetes Individuum auf dem Planeten finden. Während dieses Individuum heranwächst, würde es durch technische und biologische Manipulationen zum idealen Werkzeug für den Zweck gemacht. Es war erstaunlich, was Nanoteilchen alles ausrichten konnten.

Während der gleichen Zeit würde der kleine Zellhaufen in der Ei-Kammer der Drohne angeregt, geformt, genetisch verändert, bis er die Gestalt des Wesens auf dem Planeten angenommen hatte. Alle Erinnerungen, Erfahrungen, Erlebnisse des Wesens würden in den Zellaufen übertragen, so daß am Ende der Prozedur der Zellhaufen nicht nur aussähe, wie das gewählte Wesen, sondern bis in die letzte Faser seines Körpers und Geistes WUSSTE, dass es dieses Wesen ist. Erst in dem abschließenden Lernprozess, den Thadäus Wirsing gerade durchlaufen hatte, würde dem Wesen sein wahrer Ursprung und seine Bestimmung offenbart.

Thadäus Wirsing blickte ungläubig an sich herab, legte die Hände auf seine Oberschenkel, drückte und quetschte die mickrigen Muskeln seiner Unterarme. Kein Zweifel. Er war Thadäus Wirsing und eben erst in seinem Appartment zusammengebrochen. Das war in dem Moment, als die Welt kollabierte.

Thadäus Wirsings Schädel dröhnte.

Zur gleichen Zeit eilte ein kleines, punktförmiges Signal durch die weiten der Milchstraße. Es war ein eindimensionales, komplexes Signal welches sämtliche Regeln der irdischen Physik komplett ignorierte, sich weder von Gravitation noch Strahlung oder gar einem Schwarzen Loch würde aus der Bahn bringen lassen. Eindimensional und masselos eilte es durch ganze Planeten, schwirrte zwischen Protonen und Elektronen hindurch, ohne sie zu beeinflussen und durchquerte Sonnen, ohne sich auch nur zu erwärmen. Dieses kleine Signal hatte nur eine Aufgabe, und die würde es erfüllen. Seinen Zwilling finden, sich mit ihm vereinen und seine Informationen freizusetzen.

Die Materieblase verschwand in ähnlich irritierender Manier, wie sie sich um Thadäus Wirsing aufgebaut hatte, um ihn zurück zur Erde zu bringen. In einer geradezu Schädel zerdeppernden Prozedur wurde ihm auf dem Schiff nicht nur das Wissen um seine Aufgabe in den Geist projeziert, sondern obendrein auch alles, was es zur Durchführung dieser Aufgabe bedurfte. Er kannte nun alle Details, von Stadtplänen über Gebäudegrundrisse, Namen, Gesichter, Passworte, Verhaltensweisen der Personen, die zur Erfüllung seiner Aufgabe wichtig waren. Thadäus Wirsing fühlte sich wie Gott, allwissend. Er wusste natürlich, dass diesem Wissen Grenzen gesetzt waren, aber würde er sich von nun an auf dem ihm vorbestimmten Pfad bewegen, wäre es sehr, sehr schwer, ihn zu überraschen.

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