Beobachtungen der Woche

Mit dem Fall der Dexia und den dazugehörigen Statements haben sich die Banken nun quasi selbst Generalabsolution erteilt, zukünftige staatliche Bitten, zwecks Stabilisierung gewisse Staatsanleihen zu halten, wohlbegründet in den Wind zu schlagen…

Darüber hinaus ist es in den letzten Wochen und Monaten gelungen, Staatsanleihen von einer extrem sicheren in eine gefühlt sehr unsichere, ja hoch riskante Anlageform zu verwandeln…

Und letztlich zeigt der Effekt der Herabstufungen einzelner Länder durch die großen Rating-Agenturen, dass es sich Staaten heute bieten lassen müssen, wie Unternehmen nach ihrem wirtschaftliche Wert gewertet und bewertet zu werden…

Das bedeutet auch, dass sich Staaten heute an die Wirtschaftsregeln der Gewinnmaximierung halten müssen, um nicht die eigene wirtschaftliche Existenz und die Existenz ihrer Bürger zu gefährden, das bedeutet weiter, dass im Zweifelsfall nun auch politisch und systematisch klar monetäre vor ethischen Beweggründen gewertet werden müssen, wenn ein Staat überlebensfähig sein will… und das nicht aus Boshaftigkeit, sondern aus Alternativlosigkeit heraus…

Das ist das eigentlich gruselige an der Sache… die Eigendynamik führt zu einer gnadenlosen Verlagerung des Gleichgewichts, die nach den Bevölkerungsschichten und den verschiedenen Unternehmen nun immer größere Kreise zieht und final heute auf Ebene der Staaten und Staatengemeinschaften stattfindet…

Wohin weist der Weg? Steht ein Umsturz bevor? Wenn ja, in welch Richtung, wenn nein, wie gehts dann weiter?
Und zum krönenden Schluß gibts den Bundestrojaner… die aufgebrachte Netzgemeinde teilt sich dran zu Tode… das Vertrauen in Politik und nun auch Exekutive sind nachhaltig kaputtgemacht… schockierend…

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