Gauck… Eine Art Relativierung…?

Es ist schon erstaunlich, mit welch hahnebüchenen Argumenten die Linke in den üblichen Talksendungen gegen Gauck zu Felde zieht…

Es gäbe ja nun wirklich Argumente, die funktionieren würden, stattdessen hört man zu Hauf Gestammel, welches bei fundierten Nachfragen verstummt, weil sich die abstrakt geführten Vorwurfsreden nicht aufrecht halten lassen. Hinzu kommen Beobachtungen, die noch wager sind, als die bedeutungsamputierten Fragmentschnippsel von Pseudozitaten, die in den letzten Tagen durchs Netz geistern…

Daß ein Jürgen Trittin nun Gauck quasi für seine Pro-Atomkraft-Haltung „lobt“ mutet auch seltsam an… Wobei ich positiv hervorheben möchte, daß dabei natürlich das Hochhalten der demokratischen Diskussionsfreiheit im Vordergrund steht…

Das alles ist sehr widersprüchlich irgendwie…. und ich brauche wohl nicht zu sagen, daß ich insbesondere vor der Art, wie die Aufstellung von Gauck zu Stande kam, aber auch vor meinem persönlichen Verständnis dessen, was Gauck über Freiheit unter mehr oder weniger explizitem Ausschluß von Solidarität und Sozialer Gerechtigkeit sagt, ihn nicht für den optimalen Kandidaten halte…

Andererseits möchte ich natürlich eingestehen, daß das Amt sich sicher auch auf Gauck auswirken kann. Es ist nunmal was anderes, komfortabel von „Außerhalb“ seine Meinung zu vertreten, als es das als Staatsoberhaupt ist… Vielleicht werden wir Zweifler da alle noch überrascht. Es bleibt aber im Grundsatz dabei, daß ich nach den Überraschungen, die uns die letzten zwei Bundespräsidenten bekanntermaßen beschert haben, auf weitere Potentiale für Uberraschungen für den Moment gern verzichten würde…

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