Jolla – Ein paar Worte zu äußeren Werten

DSC_7969Die Tage mit dem Jolla mehren sich. Mit einem detaillierten Review der Software möchte ich mich aber im Moment noch zurückhalten.

So viel sei gesagt: Im Großen Ganzen sieht es sehr, sehr gut aus. Das Bedienkonzept ist durchdacht, die Optik ist fein. Allerdings sei auch nicht verholen, dass es hier und da noch etwas hakt. Sailfish kann nicht verbergen, dass es im Prinzip noch nicht völlig ausentwickelt ist und noch den beta-Status trägt.

Heute aber möchte ich mich dem Gerät an sich widmen, unabhängig von den inneren Werten.

Optisch macht das Gerät einiges her. Der Materialmix aus Aluminium und Kunststoff wirkt schlüssig, die Übergänge sind sauber, Buttons und mechanische Verbindungen sitzen stramm, nix klappert. Entgegen einiger anders lautender Berichte ist das Gehäuse des eigentlichen Gerätes zum Großteil aus anthrazitfarbenem Aluminium, ebenso die mechanischen Taster für Power und Lautstärke. Die Druckpunkte der Taster sind überaus angenehm, man braucht sie aber, dank des knopflosen Bedienkonzepts, viel zu selten.

Die mitgelieferte Other Half in weiß ist aus Kunststoff und leicht flexibel. Sie ist leicht abnehmbar und rastet beim einsetzen fest am Hauptgerät ein.

DSC_7970Verarbeitungstechnisch gibt es an dem Gerät nicht wirklich was auszusetzen. Einziger (kleiner) Kritikpunkt ist der USB Anschluss am Kopf des Geräts. Wohl bedingt durch die Form des Geräts, mit der unterschiedlichen Wölbung von Hauptgerät und Other Half, sitzt der USB Anschluss so, dass der dazu gehörige Stecker ca. 1-2mm aus dem Gerät herausragt, wenn er eingesteckt ist. Mechanisch auf jeden Fall ein kleiner Schwachpunkt.

Ein zweites, kleines, Problem, das ich festgestellt habe, ist die Position des Lautsprechers am unteren linken Ende des Geräts. Es mag ein eher persönliches Problemchen sein, aber ich tendiere dazu, das Gerät, wenn ich es vertikal halte, unten auf dem linken Daumen ruhen zu lassen. In dieser Position verdeckt der Daumen den Lautsprecher und er wird praktisch komplett stumm geschaltet.

DSC_7971In horizontaler Stellung passiert ähnliches mit dem rechten Daumen, der an der Geräteseite ruht, die dann ja das untere Ende des Geräts ist. Ähnliches ist mir bei anderen Geräten auch schon passiert und es ist sicher nix dramatisches, es ist allerdings etwas, was sich Gerätedesigner mal auf den Schirm nehmen sollten.

Ein weiteres kleines Manke, das aber durchaus ein ganz persönliches sein könnte, liegt in der eckigen Grundform des Gerätes begraben. Eine reine Einhandbedienung ist auf Grund der Größe ja ziemlich ausgeschlossen, wenn man nicht gerade sehr große Patschehände hat, und so halte ich bei vielen Aktivitäten das Gerät in der linken, um mit der rechten drauf rumzuhämmern. Dabei greife ich das Gerät intuitiv relativ niedrig und halte es mit ein wenig Druck fest, um mit der rechten auf dem gesamten Bildschirm arbeiten zu können.

Nach einigen Minuten solchen Festhaltens, habe ich dann deutliche Druckspuren der Ecke des Geräts am Handballen. Ähnliches Erlebe ich auch bei anderen Geräten mit ähnlicher Bauform, so gesehen auch das kein Drama, aber ein Punkt, den sich die Designer auf den Schirm nehmen könnten.

Ich hab am Ende des Posts nochmal 2 Bilder, um Handhaltung und Ergebnis zu zeigen.

FAZIT: Insgesamt bin ich mit der Haptik und Verarbeitung des Jolla mehr als zufrieden. In einem Artikel wie diesem kommen die negativen Seiten wie üblich stärker heraus als die positiven, bitte nicht irritieren lassen. Über andere Geräte könnte ich teilweise seitenlang negatives berichten, hier sind es im Kern nur 2 Punkte. Alles andere, das möchte ich mal so sagen, ist hier auf hohem Niveau und ein gelungener Einstand. Thumbs up.

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