fb und g+ sind überholt

Seit ich g+ nutze, hat sich mein Netzverhalten komplett geändert… vorher war meine Bewegung im Netz irgendwie strukturiert… zum Meinungsaustausch habe ich spezifische Foren/Communities aufgesucht, zur Recherche gabs die Websuche… meine Bewegungen im Netz waren im weitesten Sinne zielgerichtet.

Heute öffne ich g+ und folge einem auf mich einregnenden Datenstrom… gefühlt verbringe ich dabei 95% meiner Zeit auf g+, wobei ich das folgen von links aus g+ heraus mit zu dieser Zeit zähle. Ähnlich wirds wohl bei fb auch sein.

In den Anfängen des www ging es darum,*Inhalte* im Netz auffindbar zu machen, denn viele relevante Inhalte gab es in der Frühzeit des www noch nicht.

Später änderte sich der Anspruch dahin, relevante Inhalte zu identifizieren… das machte google sehr gut.

In den letzten Jahren ging es dann darum, die relevanten Inhalte auf dasNutzerprofil zugeschnitten, individuell auszuwählen. Wieder ganz gut gelöst.

Und nun kommen fb und g+… füttern die Nutzer mit Daten und Links, wecken Interesse für 1001 Kleinigkeit, treiben Dich von einem Post zum nächsten…. das ist wohl die Art, wie das Netz heute funktionieren muss….

Ich sehe einen nächsten Schritt vor uns liegen, in dem es darum gehen wird, das Internet individuell zu verkleinern, in der ich „meinem“ Internet eine selektive Brille aufsetzen kann, mir quasi mein eigenes Internet automatisiert zusammenzensieren lasse, um im Datenstrom nicht unterzugehen und wieder die wertvollen Inhalte mundgerecht vorgesetzt zu bekommen, ohne mich vorher durch 99% obsoletes wühlen zu müssen… eine Form, die Inhalte des www so zu kanalisieren, dass die Suche an sich obsolet wird und der Datenstrom individuell bei jedem bedarfsgerecht ankommt….

lg

Marc

2 Gedanken zu „fb und g+ sind überholt

  1. Der kommende Schritt das Internet zu verkleinern, liegt schon hinter uns!
    Ich kann mit Google Alert auf meine persönlichen Schlagworte hingewiesen werden, meinen Newsreader ganz persönlich einrichten, den Feedreader dazu und alles sehr selektiv mit iGoogle visualisieren und klick-able machen lassen.
    Dazu einen AdBlocker den man sich herrlich selektiv einrichten kann und Dein Fokus lässt sich nach belieben skalieren. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

  2. Ist genau richtig und exakt, was ich meine, allerdings alles noch in Formen, die sich nicht jedem auf Anhieb erschliessen und die eher als zusätzliche Tools wahrgenommen werden…. die Werkzeuge stehen also im Prinzip bereit, die Integration aber wird imho in den kommenden Monaten und Jahren wesentlich intuitiver und weniger offensichtlch in die jeweils persönliche www-Wahrnehmung integriert werden…

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