Fracking Verbotszone….

Eine Beobachtung die mir gestern auf der Autofahrt während des radiolauschens kam. Es ging, mal wieder, um Fracking. In dem Bericht wurde vollmundig zur Beruhigung der Hörerschaft etwas von Fracking-Verbotszonen gefaselt, in denen Fracking definitiv verboten wäre. Diese Zonen seien ein Mittel zur effektiven Eindämmung von Fracking-Aktivitäten.

Ganz ehrlich, ich hab das garnicht weiter vertieft, sondern will hier nur einen kleinen Gedanken anbringen:

Mit persönlich, wären Fracking-Erlaubnis-Zonen, wenn denn schon, viel viel lieber, als Fracking-Verbotszonen. Warum? Weil es doch ein Zeichen der Denkrichtung ist. Muss ich eine Verbotszone definieren, bedeutet das für alle Bereiche außerhalb dieser Zone doch automatisch…. der geneigte Leser merkt es schon, also muss ich es gar nicht schreiben.

Solche Wortspielchen setzen also eine Denkprozess in Gang, indem sie das Fracking-Verbot zur erwähnenswerten Ausnahme machen. Was eigentlich der Normalfall sein sollte, wird zum benannten Sonderfall…

Erschwerend kommt hinzu, dass nach diesem „Twist in Mind“ die Fracking-Verbotszonen es sind, was zur Disposition steht. Egal, wie groß diese Zonen am Anfang sein mögen, sie werden sein, was begrenzt, bearbeitet, kleiner gemacht wird.

Warum also nicht einfach ein Fracking-Verbot mit, wo (wenn es das überhaupt gibt) vertretbar, klar definierten, umrissenen Sondergebieten, in denen es unter klaren Auflagen gemacht werden kann?

Ein bisschen Sensibilität bei dem, was mit unserer Sprache so gemacht wird, wäre schön. Ich glaube da nicht mal an böse Absicht sondern viel mehr an den journalistischen Willen, die „spektakulärere“ Formulierung zu wählen oder aber den politischen Willen, das „Verbot“ betonen zu wollen. Was aber passiert, in den Köpfen, ist leider genau das Gegenteil, indem das, was eigentlich Normalität sein sollte, zum Sonderfall wird…

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